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News vom 18.12.2019

Betriebsweihnacht: Klima-Dilemma am Jahresende

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Traditionen auf dem Prüfstand

Für Unternehmen bedeutet Weihnachten vor allem eins – es ist ein guter Anlass wichtigen Zielgruppen zum Jahreswechsel Dank und Wertschätzung entgegenzubringen. Im B2B-Bereich konzentriert sich dies vor allem auf zwei Bereiche:

  • Bestandskunden, Partner und Dienstleister bekommen Post. Das kann eine E-Mail oder ein Brief sein, aber auch Giveaways bis hin zu Präsentkörben.
  • Mitarbeiter werden zur Weihnachtsfeier geladen: einfach selbstorganisiert oder als Teambuilding, manchmal gar eine Kurzreise.

Immer schon schwierig (und vor allem steuerlich streng reguliert) ist die Frage, wie aufwändig und teuer diese Wertschätzung ausgedrückt wird. Die Frage nach der CO₂-Bilanz verstärkt das Dilemma noch:
Die Zahl der pro Jahr in Deutschland zwischen Firmen hin- und hergeschickten Weihnachtskarten schätzte das Handelsblatt 2017 auf 50 bis 80 Millionen. Mittelgroße Unternehmen verschicken im Schnitt ca. 350 Karten, mehr als große Firmen.  Ein normaler Brief „verbraucht“ mit 20g CO₂ doppelt soviel wie eine E-Mail. Von aufwändigen Kunstdrucken ganz zu schweigen – sie liegen noch einmal um einiges höher und sind zudem noch schlecht zu recyclen.

Zugegeben, Präsentkörbe sind in unserer Branche nicht üblich und Giveaways mit Firmenaufdruck haben uns bis heute nicht überzeugt. Damit haben wir schon viel CO₂ gespart. Wir haben in den letzten Jahren aufwändig Weihnachtskarten konzipiert, zu Neujahr Sprüche in Glückskekse gepackt, Messpläne für das neue Kommunikationsjahr entwickelt und alles per Post verschickt. Das hat viel Zeit gekostet und viel Spaß gemacht. Erfolgskontrolle ist jedoch schwierig – werden geschäftliche Weihnachtsgrüße doch  selten beantwortet. Bei uns lag die Reaktionsquote oft unter 5%.

Landen die Karten also gleich im Papierkorb? Zumindest nicht in unserem Büro. In einer Schublade lagert Weihnachtspost, die wir in den vergangenen Jahren erhalten haben. So viele Ideen! Karten aus gutem Papier mit geschnittenen und gelaserten Motiven. Kalender und selbstaufgenommene CDs. Serien, die man nachverfolgen kann: jedes Jahr dasselbe Schema, immer eine andere Idee. Sogar ein aus Zündhölzern konstruierter Stern war dabei.

Trotzdem sind wir in den letzten Jahren auf digitale Weihnachtsgrüße umgestiegen. Je nachdem, wie persönlich die E-Mails formuliert waren, fiel die Rückmeldungsquote etwas höher aus als beim Brief. E-Mails sind schnell gelöscht, auf persönliche Ansprache wird jedoch auch schnell mal geantwortet. Bleibt die Herausforderung, digital etwas zu senden, dass die persönliche Wertschätzung für den Adressaten ausdrückt und ihm einen Mehrwert bietet. Trotz allem muss die Weihnachtskommunikation wirtschaftlich vertretbar sein – jeden Gruß von Grund auf neu zu entwerfen kann also keine Lösung sein.

Wir haben Post für | buchele ccWir haben Post! Aus der Weihnachtskartensammlung der letzten Jahre

Was wir künftig noch tun könnten?

Wir werden uns jedes Jahr neu entscheiden, ob unsere Weihnachtswünsche besser haptisch oder doch eher digital transportiert werden.  

Wenn wir analoge Post nutzen, können wir auf nachhaltige Materialien achten, zum Beispiel Recyclingpapier, Graspapier oder Papier, in das Blumensamen eingearbeitet sind, sodass die Karte im Frühjahr eingepflanzt werden kann. Und für den Versand gibt es bei einigen großen Anbietern wie der Post mittlerweile Kompensationsmarken, die zugekauft werden können. Für das im Transport anfallende CO₂ werden damit Nachhaltigkeitsprojekte unterstützt.

Und was ist mit den Mitarbeiterfeiern?

Wir waren noch nie die Firma, die Kurztrips nach Budapest braucht. Allerdings legen wir als kleines Unternehmen Wert auf den gemeinsamen Jahresabschluss und liegen damit durchaus im Trend, auch wenn wir den Ansatz verstehen, das Budget für die Feier lieber über das Jahr verteilt den Mitarbeitern zu Gute kommen zu lassen.

Es gibt viele Anbieter für teils recht erlebnisbetonte all-inclusive-Lösungen, die innerhalb des steuerlich absetzbaren Rahmens bleiben: Krimidinner, Escape-Rooms, gemeinsames Kochen und Backen, Tannenbaumschlagen bis hin zum mobilen Weihnachtsmarkt, der sich eher für größere Firmen eignet. Wichtiger als ein möglichst exotisches Erlebnis finden wir es jedoch auch hier, Wertschätzung und Anerkennung auszudrücken, gemeinsam Zeit zu verbringen und an das vergangene Jahr ein Schleifchen zu machen.

Was wir künftig noch tun könnten?​

Wir achten in Zukunft noch mehr auf

  • Regionalität: je kürzer die Anfahrt, um so besser. Am besten sollten die Mitarbeiter den Ort ohne PKW erreichen können.
  • Nachhaltige Festessen, z.B. bei selbstorganisierten Weihnachtsessen der Mitarbeiter. Auch bei Caterern, Restaurants oder Kochschulen kann man nach dem Umgang mit Ressourcen fragen. 
  • Vernünftigen Umgang mit Material (keine Einwegdekorationen oder Wegwerf-Geschenke).
  • Barrierefreiheit (jeder Mitarbeiter soll mitmachen können).

Wenn dazu noch gemeinsam etwas Sinnvolles erarbeitet wird, umso besser. Wir haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, zusammen ein paar Stunden für Ehrenamt oder andere gemeinnützige Zwecke einzusetzen, aber das ist eine andere Weihnachts(feier)geschichte.

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