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News vom 01.02.2019

Studie: Das „Data-Driven-Mindset“. Die Wettbewerbsstärke von morgen: Eine datengetriebene Unternehmenskultur

eingeordnet von Sibylle Merkel
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Studiensteckbrief: Das „Data-Driven-Mindset“

Erkenntnisinteresse

Wie können Unternehmen Nutzen aus vorhandenen Daten ziehen? Welche Technologien, Prozesse und Kulturen sind dafür vonnöten? Und wie können Hindernisse überwunden werden?


Methode

Weltweite Befragung von 1.050 Marketing- und PR-Profis sowie Unternehmern und Führungskräften aus Unternehmen verschiedenster Größenordnung: < 10 Mitarbeiter (23%), 250 und mehr Mitarbeiter (30%), 11-249 Mitarbeiter (47%). Die Hälfte der Befragten arbeitet in Schweden, die andere Hälfte im DACH-Raum und den USA. Befragungszeitraum Oktober bis November 2018.


Ergebnisse

Daten werden zur Steuerung der unternehmerischen Strategie genutzt - doch längst nicht in dem Maße, wie es technisch möglich wäre. Zu diesem Schluss kommen die Autoren der vorliegenden Studie:

  • Mit rund 70% der Befragten hat ein Großteil der Unternehmen bereits messbare Zielgrößen definiert und bezieht sich schon heute bei der Entscheidungsfindung auf Daten. Doch nur 20% der Studienteilnehmer nutzen die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig und konsistent.
  • Über moderate Datenkompetenz verfügen knapp 60% der Befragten, aber lediglich 18% können eine hohe Kompetenz im Umgang mit Daten vorweisen.
  • Eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit in Bezug auf das Sammeln und Messen von Daten findet statt, ein Austausch mit Datenwissenschaftlern ist jedoch nur in einem Bruchteil (5%) der befragten Unternehmen gegeben.
  • Knapp die Hälfte der Befragten beklagt zudem, dass die Daten des Unternehmens zwar vorhanden aber nicht zugänglich für diejenigen seien, die sie benötigen.
  • Die aus strategischer Sicht für besonders nützlich befundenen Analyseinstrumente wie Kundenbefragungen, Content- oder Themenanalysen finden in weniger als der Hälfte der Unternehmen Anwendung.

Die Ursachen der Probleme liegen vor allem in: 

  • Mangel an Zeit (54%)
  • Mangel an Know-how (41%)
  • Mangel an Budget (41%)
  • Fehlende entsprechende Strategie (38%)
  • Fehlende Technologie (37%)

Die Problemfelder, denen sich Unternehmen gegenübersehen, sind somit vielgestaltig. Um das vorhandene Potential verfügbarer Daten besser nutzen zu können, leiten die Autoren aus den Erkenntnissen folgende Handlungsempfehlungen für Unternehmen ab:

  •  Expertise der unternehmenseigenen Mitarbeiter fördern, um handlungsfähig zu sein und zu bleiben
  • Definitionen von Messgrößen und Arbeitsprozessen etablieren, um trotz dezentraler Strukturen verlässliche Ergebnisse zu erreichen
  • Agilität fördern, um schnell auf sich stetig verändernde Gegebenheiten reagieren zu können
  • Überblick über Art und Menge vorhandener Daten gewinnen und Zugänge zu diesen Daten steuern, um Datenverlässlichkeit und Datensicherheit zu garantieren 


Sie empfehlen darüber hinaus eine Zusammenarbeit mit Datenwissenschaftlern, um fundierte Bewertungen zu erhalten und nachhaltige Prozesse aufsetzen zu können.

Unser Fazit

Die Studie fügt dem aktuell sehr präsenten Diskurs rund um Chancen und Risiken von digitalen Daten eine interessante und unternehmensrelevante Komponente hinzu. Fragen, die sich im unternehmerischen Alltag zu diesem Themenbereich ergeben, werden gebündelt, Probleme aufgezeigt und die Erkenntnisse in einem internationalen Vergleich eingeordnet.

Die Handlungsempfehlungen der Autoren verdichten dazu handhabbar und konkret die Einflussmöglichkeiten vor allem vonseiten der Führungskräfte und Unternehmer.

Die Autoren resümieren plakativ „Jeder kann es!“. Der Datenschatz steht also nahezu jedem Unternehmen nutzbar zur Verfügung? Angesichts der mittels der Erhebung zutage getretenen vielfältigen Hürden und des ermittelten Status Quos kommt der berechtigte Zweifel daran auf, dass der Zugang zur treibenden Kraft der Daten für Unternehmen tatsächlich so einfach ist.

Positiv ist anzumerken, dass das Sample der befragten Personen eine große Vielfalt hinsichtlich Arbeitserfahrung und Unternehmensgröße aufweist, auch wenn sich die räumliche Verteilung auf den (nord-)europäischen Raum konzentriert.
Hinweis: Die Studie enthält Eigenwerbung für die Monitoring-Tools der Studieninitiatoren Mention und Mynewsdesk.

Veröffentlichung

Februar 2019: Mynewsdesk und Mention


Mehr Informationen zur Studie: Das „Data-Driven-Mindset“

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